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3ème PilierInfos

Begünstigte, Todesfall und Erbschaft

Säule 3b im Todesfall: was das Bundesrecht vorsieht

«Säule 3b im Todesfall»: Die Frage klingt einfach, die Antwort hängt oft von Ihrer persönlichen Situation und von Ihrem Kanton ab. Dieses Merkblatt setzt den Rahmen des Themas «Begünstigte, Todesfall und Erbschaft», zählt die Schritte auf und benennt die Stolperstellen. Es nennt weder Betrag noch Satz — eine bewusste redaktionelle Entscheidung.

Wann das Kapital verfügbar wird

Das Kapital einer Säule 3a ist nicht absolut blockiert: die Bundesverordnung zählt die Gründe für einen Vorbezug abschliessend auf. Dazu gehören der Erwerb oder Bau von selbst genutztem Wohneigentum, die Rückzahlung von Hypothekardarlehen, die Aufnahme oder der Wechsel einer selbstständigen Erwerbstätigkeit, das endgültige Verlassen der Schweiz, die Übertragung in eine Einrichtung der beruflichen Vorsorge sowie der Bezug einer ganzen IV-Rente. Die Auszahlung beim Tod des Vorsorgenehmers folgt einem eigenen Regime.

Ausserhalb dieser Liste lautet die Antwort Nein — das ist der Sinn der «gebundenen» Vorsorge. Ein Liquiditätsbedarf, ein Konsumwunsch oder eine attraktivere Anlage sind keine Bezugsgründe. Die ordentliche Auszahlung erfolgt im Zeitfenster vor dem Referenzalter, nach den Modalitäten des Bundesrechts.

Begünstigte: eine gesetzlich festgelegte Ordnung

Die 3. Säule entzieht sich teilweise der Testierfreiheit: die Begünstigtenordnung ist bundesrechtlich vorgegeben. Der überlebende Ehegatte oder die eingetragene Partnerin steht im ersten Rang; danach folgen, nach den Kategorien der Verordnung, die Nachkommen und bestimmte Personen, die der Vorsorgenehmer in erheblichem Mass unterstützt hat, anschliessend die weiteren gesetzlichen Erben.

Ein Spielraum besteht, ist aber eng gefasst: man kann die Anteile innerhalb desselben Rangs präzisieren, bestimmte Personen der nachfolgenden Kategorien bezeichnen und muss diesen Willen vor allem schriftlich bei der Einrichtung festhalten. Eine nicht übermittelte Begünstigtenklausel — oder eine, die in der Schublade liegt — bleibt wirkungslos.

Was sich je nach persönlicher Situation ändert

Dieselbe Vorsorgefrage hat nicht dieselbe Antwort, je nachdem ob Sie angestellt mit Pensionskasse sind, selbstständig ohne zweite Säule, Grenzgängerin, in einem Urlaub oder nahe am Referenzalter. Einzahlungen in die Säule 3a setzen beispielsweise ein AHV-pflichtiges Erwerbseinkommen voraus: ohne solches Einkommen im betreffenden Jahr ist für dieses Jahr keine Einzahlung möglich.

Grenzüberschreitende Situationen fügen eine Ebene hinzu: das endgültige Verlassen der Schweiz eröffnet einen Bezugsgrund, doch wie die Auszahlung besteuert wird, hängt vom Kanton der Einrichtung und gegebenenfalls vom Abkommen mit dem Wohnsitzstaat ab. Genau der Punkt, den man sich vor dem Handeln schriftlich bestätigen lässt.

Wo die offiziellen Informationen stehen

Diese Website ist ein Informationsmedium: sie erklärt, sie ersetzt die Rechtstexte nicht. Zahlenwerte — Abzugsmaxima, Tarife der Kapitalbesteuerung, Schwellen und Fristen — werden vom Bundesrecht und von den Kantonen festgelegt. Wir geben sie nicht wieder, gerade weil sie sich ändern.

Für die Konsultation wenden Sie sich an das Portal der Bundesbehörden (admin.ch), an das Bundesamt für Sozialversicherungen (bsv.admin.ch), an das Informationsportal ch.ch sowie an die Steuerverwaltung Ihres Wohnsitzkantons. Um die Registrierung eines Versicherungsvermittlers zu prüfen, ist das FINMA-Register (finma.ch) die Referenz.

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Häufige Fragen

Wer erhält das Kapital im Todesfall?

Die Begünstigtenordnung ist bundesrechtlich festgelegt: der überlebende Ehegatte oder die eingetragene Partnerin steht im ersten Rang, danach folgen die Kategorien der Verordnung. Der Vorsorgenehmer kann die Anteile präzisieren und bestimmte Personen bezeichnen, jedoch nur in diesem Rahmen und nur, wenn er seine Begünstigtenklausel der Einrichtung schriftlich übermittelt hat.

Braucht es ein Einkommen, um in die Säule 3a einzuzahlen?

Ja: Einzahlungen in die Säule 3a setzen ein AHV-pflichtiges Erwerbseinkommen im betreffenden Jahr voraus. Dieser Punkt wird oft zu spät entdeckt, etwa bei einem längeren Urlaub oder in einem Jahr ohne Erwerbstätigkeit. Die Frage «Säule 3b im Todesfall» klärt sich also zuerst über die Natur Ihrer Einkünfte des Jahres.

Bankkonto oder Versicherungspolice — was wählen?

Beide Formen sind zulässig und verbreitet. Das Vorsorgekonto bei einer Bankstiftung lässt beim Rhythmus der Einzahlungen mehr Freiheit. Die Police bei einer Versicherung verbindet das Sparen mit einem Risikoschutz und setzt in der Regel Regelmässigkeit voraus. Die richtige Frage ist nicht «welche ist besser», sondern «welche passt zu meinem Horizont und meinen Verpflichtungen» — und die Antwort steht in den allgemeinen Bedingungen des Vertrags.

Ändern sich die Regeln von Kanton zu Kanton?

Der Rahmen der 3. Säule ist bundesrechtlich, also überall in der Schweiz identisch. Der steuerliche Teil dagegen — Deklarationsrubrik, Besteuerung des ausbezahlten Kapitals, Ansprechstelle — liegt beim Wohnsitzkanton. Deshalb kann dieselbe Frage je nach Kanton praktisch unterschiedlich beantwortet werden.

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Informationsblatt auf Grundlage des eidgenössischen Rechtsrahmens — ohne Beträge, ohne Zinssätze. Quellen: admin.ch, bsv.admin.ch, ch.ch, kantonale Steuerverwaltung.