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3ème PilierInfos

Begünstigte, Todesfall und Erbschaft

3. Säule Begünstigte überlebender Ehegatte: Vorgehen nach einem Todesfall

Was «3. Säule Begünstigte überlebender Ehegatte» umfasst, im Klartext. Die Säule 3a ist gebundene Vorsorge, die Säule 3b freie Vorsorge: zwei Regime, zwei Logiken der Verfügbarkeit und der Besteuerung. Wir greifen jene Punkte des Themas «Begünstigte, Todesfall und Erbschaft» auf, die am meisten Fragen aufwerfen, und bleiben dabei auf qualitativem Boden — die Zahlenwerte stehen in den offiziellen Texten.

Wohneigentum: Vorbezug oder Verpfändung

Der Erwerb von Wohneigentum ist einer der gesetzlich vorgesehenen Vorbezugsgründe, sofern das Objekt dem Eigenbedarf des Vorsorgenehmers dient. Zwei Wege bestehen nebeneinander: der Vorbezug, der das Kapital aus der Vorsorge herauslöst, und die Verpfändung, die es an Ort lässt und dem Kreditgeber als Sicherheit dient. Die steuerlichen und vermögensrechtlichen Folgen sind nicht dieselben.

In beiden Fällen zählt der Zeitplan: weil Vorsorgeeinrichtung, finanzierende Bank und Notariat nicht im gleichen Moment eingreifen, kann ein zu spät gestelltes Begehren die Unterzeichnung verschieben. Lassen Sie sich die Liste der Unterlagen und die Bearbeitungsdauer schriftlich geben, sobald sich das Projekt konkretisiert.

  • Das Objekt muss dem Eigenbedarf des Vorsorgenehmers dienen.
  • Vorbezug und Verpfändung haben nicht dieselben steuerlichen Folgen.
  • Der Zeitplan Notariat / Bank / Einrichtung wird im Vorfeld abgestimmt.
  • Ein späterer Verkauf kann Rückzahlungspflichten auslösen.

Begünstigte: eine gesetzlich festgelegte Ordnung

Die 3. Säule entzieht sich teilweise der Testierfreiheit: die Begünstigtenordnung ist bundesrechtlich vorgegeben. Der überlebende Ehegatte oder die eingetragene Partnerin steht im ersten Rang; danach folgen, nach den Kategorien der Verordnung, die Nachkommen und bestimmte Personen, die der Vorsorgenehmer in erheblichem Mass unterstützt hat, anschliessend die weiteren gesetzlichen Erben.

Ein Spielraum besteht, ist aber eng gefasst: man kann die Anteile innerhalb desselben Rangs präzisieren, bestimmte Personen der nachfolgenden Kategorien bezeichnen und muss diesen Willen vor allem schriftlich bei der Einrichtung festhalten. Eine nicht übermittelte Begünstigtenklausel — oder eine, die in der Schublade liegt — bleibt wirkungslos.

Bankkonto oder Versicherungspolice

Eine Säule 3a wird entweder bei einer Bankvorsorgestiftung geführt — dann spricht man von einem Vorsorgekonto — oder bei einer Versicherung, in Form einer Police. Der Unterschied ist nicht kosmetisch: das Konto lässt beim Rhythmus der Einzahlungen grosse Freiheit, die Police verbindet das Sparen mit einem Risikoschutz und setzt in der Regel eine regelmässige Einzahlung voraus.

Den Vertrag vor der Unterschrift zu lesen bleibt die einträglichste Vorsichtsmassnahme: allgemeine Bedingungen, Dauer, Folgen einer Einzahlungsunterbrechung, Modalitäten eines Übertrags. Diese Klauseln — nicht ein Verkaufsargument — bestimmen, was Sie in fünf oder zehn Jahren tun können.

  • Bindungsdauer und Folgen eines Einzahlungsstopps.
  • Genaue Natur des Risikoschutzes, falls vorhanden.
  • Modalitäten und Fristen eines Übertrags zu einer anderen Einrichtung.
  • Jährlich abgegebene Dokumente, darunter die Steuerbescheinigung.

Wann das Kapital verfügbar wird

Das Kapital einer Säule 3a ist nicht absolut blockiert: die Bundesverordnung zählt die Gründe für einen Vorbezug abschliessend auf. Dazu gehören der Erwerb oder Bau von selbst genutztem Wohneigentum, die Rückzahlung von Hypothekardarlehen, die Aufnahme oder der Wechsel einer selbstständigen Erwerbstätigkeit, das endgültige Verlassen der Schweiz, die Übertragung in eine Einrichtung der beruflichen Vorsorge sowie der Bezug einer ganzen IV-Rente. Die Auszahlung beim Tod des Vorsorgenehmers folgt einem eigenen Regime.

Ausserhalb dieser Liste lautet die Antwort Nein — das ist der Sinn der «gebundenen» Vorsorge. Ein Liquiditätsbedarf, ein Konsumwunsch oder eine attraktivere Anlage sind keine Bezugsgründe. Die ordentliche Auszahlung erfolgt im Zeitfenster vor dem Referenzalter, nach den Modalitäten des Bundesrechts.

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Häufige Fragen

Ist diese Website ein Makler oder ein Vergleichsdienst?

Weder noch. 3eme-pilier-infos.ch ist ein Informationsmedium zur privaten Vorsorge in der Schweiz: wir erklären Rahmen und Vorgehen. Wenn Sie einen Rückruf wünschen, wird die Anfrage an unseren FINMA-registrierten Partnermakler weitergeleitet, dessen Name und Registernummer unter jedem Formular stehen. Wir veröffentlichen keinen Tarif, keine Bewertung und keine Rangliste von Versicherern — auch nicht auf den Seiten des Themas «Begünstigte, Todesfall und Erbschaft».

Braucht es ein Einkommen, um in die Säule 3a einzuzahlen?

Ja: Einzahlungen in die Säule 3a setzen ein AHV-pflichtiges Erwerbseinkommen im betreffenden Jahr voraus. Dieser Punkt wird oft zu spät entdeckt, etwa bei einem längeren Urlaub oder in einem Jahr ohne Erwerbstätigkeit. Die Frage «3. Säule Begünstigte überlebender Ehegatte» klärt sich also zuerst über die Natur Ihrer Einkünfte des Jahres.

«3. Säule Begünstigte überlebender Ehegatte»: Wo findet man den geltenden Betrag?

Nirgends auf dieser Website — das ist eine redaktionelle Entscheidung. Die Abzugsmaxima und die Tarife der Kapitalbesteuerung werden vom Bundesrecht und von den Kantonen festgelegt, und sie ändern sich. Wir verweisen auf die offiziellen Portale (admin.ch, bsv.admin.ch, ch.ch) und auf die Steuerverwaltung Ihres Wohnsitzkantons, die allein verbindlich sind.

Wer erhält das Kapital im Todesfall?

Die Begünstigtenordnung ist bundesrechtlich festgelegt: der überlebende Ehegatte oder die eingetragene Partnerin steht im ersten Rang, danach folgen die Kategorien der Verordnung. Der Vorsorgenehmer kann die Anteile präzisieren und bestimmte Personen bezeichnen, jedoch nur in diesem Rahmen und nur, wenn er seine Begünstigtenklausel der Einrichtung schriftlich übermittelt hat.

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